Wiederbelebung der Zollschuppenstraße

Aus Zollschuppenverein

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2003 beschlossen zehn junge Menschen, in die Zollschuppenstrasse zu ziehen, die damals komplett leer stand (6 Gründerzeithäuser mit gegenüberliegendem Zollschuppen). Sie wirkten damit der Verwahrlosung und sogar dem drohenden Abriss des gesamten Strassenzuges entgegen und leiteten die Wiederbelebung der Strasse ein. Nach erfolgreicher Vereinbarung mit dem Eigentümer des Hauses Nr. 5 begannen sie mit der Sanierung und gründeten den Verein Zollschuppen e.V. Leipzig.
Ein Jahr später fand das erste Straßenfest statt - unter dem Motto „Tanz gegen den Ruin“. Dazu wurden die Eigentümer der noch leer stehenden Häuser eingeladen, und sie fanden dort baufreudige junge Leute, die das Haus Nr. 7 sanieren und bewohnen wollten. Nach der Fertigstellung im Sommer 2005 hatte die Strasse schon ca. 30 Bewohner.
2006 begannen u.a. Bewohner der Nr. 7 mit der Sanierung der Nr. 9, die im Sommer 2008 bezogen werden konnte.
2009 begannen u.a. Bewohner der Nr. 5 und 7 mit der Sanierung der Nr. 11 (Zolle11), in die sie im Frühjahr 2010 einzogen. Dort entstanden im Erdgeschoss die Vereinsräume des Zollschuppen e.V.
Etwa die Hälfte der Strassenbewohnerinnen und -bewohner ist heute im Zollschuppen e.V. organisiert, um die Weiterentwicklung der Strasse und des Stadtteils mitzugestalten. Die Häuser Nr. 1 und Nr. 3 haben im ersten Halbjahr 2011 eine Gruppe von jungen Leuten als Käufer gefunden. Aktuell richtet sich das Bemühen des Zollschuppen e.V. auch auf die Beteiligung bei der Planung und Gestaltung des alten Güterbahnhofgeländes Plagwitz, das in unmittelbarer Nachbarschaft zur Zollschuppenstraße liegt.